[http://www.lmsoft.com/] Europäische Kulturhauptstadt 2007
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Warum gerade Sibiu? Warum eigentlich nicht? Ich wünsche der Stadt viele, viele Besucher im nächsten Jahr, die hier Kunst und Kultur entdecken, die über so manches staunen, so manches genießen, an zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen, einfach die Seele baumeln lassen und Sibiu nicht so schnell vergessen werden. Für aktuelle Informationen sind folgende Seiten sehr empfehlenswert: www.sibiu.ro/index_de.php www.sibiu2007.ro/index_en.php
Warum gerade Sibiu? Vielleicht weil man an manchen Stellen die 800 Jahre alte ehemalige Festung von Hermannstadt, wie der deutsche Namen lautet, immer noch entdecken kann. Dicke Mauern und unterschiedliche Türme (Armbrusterturm, Zimmermannsturm, Töpferturm, Dicke Turm, Hallerbastei, Pulverturm, Gerberturm, Soldischbastei, Sagturm) erinnern an vergangene Zeiten.
Warum gerade Sibiu? Vielleicht weil die Stadt auf eine wechselreiche Geschichte zurückblicken kann. Das historische Zentrum seit dem 16. Jahrhundert, der Große Ring, wurde zum ersten Mal 1411 als Getreidemarkt erwähnt, obwohl er schon seit 1366 besteht. Die Südseite des Platzes ist aufgrund seiner einzigartigen Gestaltung von der UNESCO zum geschützten architektonischen Denkmal erklärt worden. Ich finde besonders die Fenster in den Dächern, die "Augen der Stadt", wie sie genannt werden, zum verlieben. Genauso sehenswert ist der Kleine Ring mit dem Luxemburg-Haus, der Rathausturm, die Lügenbrücke, der Huet-Platz, und... und... und...
Warum gerade Sibiu? Vielleicht weil Kultur in der Gegenwart eine große Rolle spielt. Das "Radu Stanca" Staatstheater, das Kindertheater "Gong" und die Staatsphilharmonie wurden 1949 gegründet. Die deutsche Abteilung des Theaters wurde 1956 eröffnet. In Sibiu werden jährlich annähernd zwanzig wichtige Kulturveranstaltungen durchgeführt, wie das Internationale Theaterfestival und das Theaterfestival für Studenten. Man fühlt sich wie in einem Bienenkorb, wenn es in der Altstadt von Straßenkünstler, Schauspielern, Sängern wimmelt und sogar die Luft nach Kunst riecht. Es gibt heutzutage 2 Theater, eine Philharmonie, 2 Kinos, 5 Bibliotheken, 5 Kulturzentren, 6 verschiedene Kultureinrichtungen, 10 Museen, 11 Kirchen, die zu historischen Monumenten erklärt wurden. Einer meiner Lieblingsorte ist das Astra Museum, das größte im Freien befindliche ethnografische Museum Europas, das 340 Originalgebäude mit 19.000 Gegenständen umfasst, eine Fläche von 96 Hektar und einen Ausstellungsradius von sechs Kilometer aufweisen kann und wo man sich in eine andere Zeit versetzt fühlt. Im Gegensatz dazu muss man das Brukenthalmuseum besuchen, mitten in der Altstadt gelegen, das erste Museum Rumäniens (1817). Es wurde von Samuel von Brukenthal gegründet, der zwischen 1774 und 1777 Präsident des siebenbürgischen Guberns war und im Jahrzehnt zwischen 1777 und 1787 den höchsten Posten in der Provinz Siebenbürgen, den des Gouverneurs (Gubernators), besetzte. Bereits in Wien war er berühmt für seine Kunstsammlung - angesehen als die zweitkostbarste des Imperiums - und für seine wertvolle Bibliothek. Bibliothekar und Leibarzt war ab 1777 für zwei Jahre übrigens Samuel Hahnemann, der als Begründer der Homöopathie angesehen wird.
Im Jahre des EU-Beitritts hat Rumänien eine weitere Sehenswürdigkeit: Sibiu ist, zusammen mit Luxemburg, europäische Kulturhauptstadt 2007. Warum gerade Sibiu? Vielleicht weil Kultur hier eine lange Tradition hat. Franz Liszt, Johann Strauss, Richard Strauss und, um nicht nur Musiker aus früheren Zeiten zu nennen, z. B. Montserrat Caballe haben immer wieder den Weg hierher gefunden, um Konzerte zu geben. Ein festes Symphonie-Orchester gab es schon am Hofe des siebenbürgischen Gouverneurs Samuel von Brukenthal, eine geschichtlichen Persönlichkeit, die in der Stadt immer noch präsent ist. 1792, nur ein Jahr nach dem Tode Mozarts, wurde in Hermannstadt die Oper "Die Entführung aus dem Serail" aufgeführt und im Jahre 1800 das "Schöpfungsoratorium" von J. Haydn. Die ersten Theateraufführungen fanden schon im 16. Jahrhundert statt. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts fanden sich Zuschauer im heutigen Blauen Haus am Großen Ring (ehemalige Haus des Barons von Möringer) zusammen, um die Theaterstücke zu genießen, 1789 wurde das Theater im Dicken Turm eröffnet.
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