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Fotografien aus Rumänien - Ronny Müller
Das kulinarisch am interessantesten dabei ist natürlich das Abschlussessen. Früher wurde es in würdevoller Atmosphäre gestaltet, um die spirituelle Einheit der Teilnehmer beim Opfermahl zu unterstreichen. Heute wird meistens ein langer Arbeitstag in fröhlicher Runde damit beendet. Das Rezept ist aber - abhängig von der Region, und manchmal auch individuell für jede Familie - das gleiche geblieben. Folgendes Beispiel kommt aus der Prahovarer Gegend: 500 g mageres Fleisch, 1 Niere, 100 g Herz, 100 g Leber, 100 g Zunge, 200 g Brustfleisch, 100 g Speck, Salz, Pfeffer, 1 Knoblauch, 1 Zwiebel, 2 EL Schmalz, 200 g Käse (brinza de burduf), 1 Glas Rotwein. Die Zutaten vom geschlachteten Schwein werden in mundgerechte Stücke geschnitten und in Schmalz gebraten. Kurz bevor es fertig ist, die Zwiebel und den Knoblauch gerieben darunterrühren. Dann gleich mit dem Rotwein aufgießen und ziehen lassen. Sobald der Wein aufgesaugt wurde und die Stückchen brutzeln, wird es mit dem Käse bestreut und mit "mamaliga" aufgetischt. Dazu gehört natürlich ein kräftiger Rotwein der Region, z. B. ein Cabernet-Sauvignon von Urlati, den man mindestens eine Stunde vorher atmen lassen muss. Wer lieber einen trockenen leichteren Wein mag, dem sei ein Merlot de Tohani empfohlen.
Kulinarisches - einmal anders
Einer der wichtigsten Tage in traditionsverbundenen Teilen Rumäniens ist der 20. Dezember, an dem man "Ignat", den Tag des Schweineschlachtens, feiert. Vor Jahrhunderten als Opfertag für die Götter entstanden, später als Vorbereitung für das christliche Weihnachtsfest gedacht, folgt der Tag immer noch alten Ritualen.
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