[http://www.lmsoft.com/] Es war einmal eine Greisin und ein Greis. Die Greisin hatte ein Huhn und der Greis einen Hahn. Das Huhn der Greisin legte zwei Mal am Tag je ein Ei, die Greisin aß viele Eier und dem Greis gab sie keins. Eines Tages wurde der Greis ungeduldig und sagte: "Du Greisin, du ißt wie auf Cremenes Jahrmarkt. Gib mir auch ein paar Eier, daß ich zumindest meinen Appetit stillen kann. "Ja, natürlich!" sagte die Greisin, die ja sehr geizig war. "Wenn du Appetit nach Eiern hast, dann schlage auch du deinen Hahn, und du wirst Eier essen , so wie auch ich mein Huhn geschlagen habe und siehe nun wie es Eier legt." Der Greis, der ja gierig und hartherzig war, macht es so wie die Greisin sagt und vor lauter Neid fängt er den Hahn ganz schnell und schlägt ihn gehörig. "So, entweder du legst Eier oder du gehst weg von mir, bevor du das Essen umsonst isst." Kaum ist der Hahn den Händen des Greisen entflohen, ist er von zu Hause weggelaufen und lief auf den Straßen herum. Und wie er so auf der Straße ging, findet er ein Säckchen mit zwei Groschen. Und wie er es findet, nimmt er es in seinen Schnabel und will damit zurück zum Greis. Auf dem Weg trifft er auf eine Kutsche mit einem Bojaren und ein paar Damen. Der Herr schaut sich den Hahn aufmerksam an und entdeckt im Schnabel des Hahns ein Säckchen und sagt dem Kutscher: "Kutscher, schau mal was der Hahn im Schnabel hat." Der Kutscher steigt aus, fängt den Hahn geschickt und nimmt ihm das Säckchen weg, um es dann dem Herren zu geben. Der Herr nimmt das Säckchen und ohne den Hahn zu beachten steckt er es in die Hosentasche und befielt dem Kutscher weiterzufahren. Der beleidigte Hahn läuft hinter der Kutsche her und schreit unentwegt: Kikeriki! ihr großen Herren, gebt mir mein Säckchen her! Der Herr, der jetzt schlechter Laune war, sagt dem Kutscher, gerade als sie an einem Brunnen vorbeifuhren: "Kutscher, halt an und schmeiß den Hahn in den Brunnen." Der Kutscher stieg ab, fing den Hahn und schmiss ihn in den Brunnen. Als der Hahn diese Gefahr sah, überlegte er sich schnell, was zu tun sei. Er trank das Wasser aus und trank und trank, bis er das ganze Wasser aus dem Brunnen ausgetrunken hatte. Danach flog er heraus und lief der Kutsche schreiend hinterher: Kikeriki! ihr großen Herren, gebt mir mein Säckchen her! Der Herr hatte sich lange gewundert und sagte: "Das ist des Teufels Hahn! Ich zeige es dir aber du Kamm - und Sporenträger!" Kaum waren die Herrschaften zu Hause angekommen, sagte der Herr zu der Alten aus der Küche, dass sie sich den Hahn schnappen solle, und ihn in den glühenden Backofen schmeißen solle. So hartherzig wie die Alte war, tat sie es genau, wie ihr Herr es ihr aufgetragen hatte. Als der Hahn auch diese Ungerechtigkeit sah, spuckte er das ganze Wasser, das er vorher getrunken hatte in den Backofen und löschte das Feuer. Er setzte sogar noch die Küche der Alten unter Wasser und kam gesund und munter aus dem Backofen heraus. Er lief schnell zum Fenster des Herrn, schlug mit dem Schnabel an das Fenster und rief: Kikeriki! ihr großen Herren, gebt mir mein Säckchen her! "Jetzt habe ich mir was aufgehalst!" sagte der Herr sich wundernd. "Kutscher, nimm ihn von hier und schmeiß ihn in die Büffel- und Kuhherde; vielleicht nimmt ein Büffel ihn auf die Hörner und dann sind wir ihm los." Der Kutscher schnappte sich den Hahn und schmiss ihn in die Herde. Dann sollst du die Freude des Hahns sehen! Er begann die Büffel zu verschlucken, die Kühe und alles was sich in der Herde befand, bis er alles verschluckt hatte. Diesmal hatte er einen Wanst, so groß wie ein Berg. Dann kam er wieder zum Fenster des Herrn, schlug mit seinen Flügeln in der Sonne, so dass das ganze Haus im Schatten lag und begann wieder zu schreien: Kikeriki! ihr großen Herren, gebt mir mein Säckchen her! Als der Herr auch dieses Unglück erleben musste, platzte er fast vor Ärger und wusste nicht mehr was er tun sollte, um endlich den Hahn loszuwerden. Er überlegte lange, bis er auf eine Idee kam: "Ich werde ihn in den Geldkeller schmeißen, vielleicht bleibt ihm ein Goldtaler im Hals stecken und er wird sterben." Er packte den Hahn am Flügel und schmiss ihn in den Keller. Der Herr hatte so viele Goldtaler, dass er die Menge nicht wußte. Der Hahn pickte gierig die ganzen Münzen auf bis er alle Kisten geleert hatte. Er schaffte es herauszukommen und lief schreiend zum Fenster des Herrn: Kikeriki! ihr großen Herren, gebt mir mein Säckchen her! Jetzt, nachdem schon so viel passiert war, gab ihm der Herr das Säckchen mit den zwei Groschen. Der Hahn hob es fröhlich auf und ging seines Weges. Dann lief ihm das ganze Federvieh hinterher. Man dachte, es sei eine Hochzeit unterwegs. Der Herr schaute hinterher und sagte schwermütig: "Es kann alles mitgehen, Hauptsache ich bin diese Plage losgeworden; das ging nicht mit rechten Dingen zu." Der Hahn ging aber stolz voran, das Federvieh hinterher, bis zum Haus des Greisen. Als er am Tor ankam, begann er zu singen: "Kikeriki!!! Kikeriki!!!" Als der Alte die Stimme seines Hahnes hörte, lief er fröhlich hinaus. Vor dem Tor ...was konnte er sehen? Der Hahn war zum Erschrecken. Im Vergleich war der Elefant ein Floh und außerdem kamen unzählige Scharen von Vögel, einer schöner als der andere. Als der Alte seinen Hahn so schön und groß sah, öffnete er das Tor. Dann sagte ihm der Hahn: "Mein Herr, lege hier einen Teppich in die Mitte des Hofes." Der Alte tat dies sehr schnell. Der Hahn setzte sich dann auf den Teppich und schlug ein paar mal kräftig mit den Flügeln, so dass sich der ganze Hof des Alten mit Viehherden und Vögelscharen füllte und auf dem Teppich ließ er die Goldtaler schütten.
FROHE WEIHNACHTEN UND EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR 2007!!!
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Als der Alte den Reichtum erblickte, wußte er vor Freude nicht wie ihm geschah. Er küsste und streichelte den Hahn ständig. Das alles hatte die Alte beobachtet und platzte vor Neid. "Du, Alter" sagte sie schüchtern "gibst du mir auch einige Goldtaler?" "Hänge deinen Wunsch an den Nagel, du Alte!" sagte der Alte. "Als ich dich um Eier bat, weißt du noch was du mir geantwortet hattest? Schlage auch du nun dein Huhn, damit es dir Goldtaler nach Hause bringt. So habe ich es auch mit dem Hahn getan...weißt du noch aus welcher Schuld...und schau was er mir gebracht hat!" Die Alte ging nach Hause, schnappte sich die Henne, packte sie am Schwanz und schlug sie so lange, dass man sie vor Mitleid beweinen konnte. Als das Huhn aus den Händen der Alten fliehen konnte, lief es auf die Straße. Und wie sie so lief, fand sie eine kleine Glasperle und verschluckte sie. Sie lief schnell nach Hause und begann schon am Tor zu gackern. Die Alte kam fröhlich dem Huhn entgegen. Das Huhn sprang über das Tor, lief an der Alten vorbei setzte sich ins Nest. Nach einer Stunde sprang sie vom Nest auf und gackerte. Die Alte lief schnell, um zu sehen, was das Huhn gelegt hatte. Und als sie in das Nest schaute ... was war das denn? Das Huhn hatte eine Glasperle gelegt. Die Alte dachte, das Huhn hätte sie an der Nase herumgeführt. Sie schnappte das Huhn und schlug es so lange, bis sie es tötete. Und so blieb die geizige Alte ganz arm. Sie hatte nun auch ihr letztes Hab und Gut zerstört. Armes Huhn! Der Alte aber, war sehr reich. Er hatte nun große Häuser und schöne Gärten und lebte sehr gut. Aus Mitleid hatte er die Alte als Stallfrau bestimmt und der Hahn folgte ihm überall hin. Der hatte eine Goldtalerkette am Hals und gelbe Stiefel an, mit Sporen daran. Wie ein König sah er aus und nicht wie ein Hahn, den man im Bors essen kann.
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Das Säckchen mit zwei Groschen
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