Die bunte Pflanzenwelt der Südkarpaten 


Anne Emmrich und Volkmar Rowinsky


Foto: AE

Auf unseren Reisen durch die Südkarpaten sind wir auf eine unglaubliche Pflanzenvielfalt gestoßen. Wir haben den Versuch gestartet, diese Fülle fotografisch festzuhalten. Eine kleine Auswahl wollen wir hier zeigen. Ein paar Bilder von Schmetterlingen und anderen Insekten sind auch dabei.


Die Fotos stammen aus dem Ciucaş-Gebiet, dem Butegi-Gebirge und dem Nationalpark Piatra Craiului (Königstein). Besonders die Blumenwiesen in der Umgebung des Bergdorfes Măgura östlich des Königsteinmassives bieten eine unendliche Zahl an Fotomotiven. Die Aufnahmen entstanden im Juni/Juli 2014 und 2015.

Für Botanik-Interessierte haben wir meistens die deutschen oder lateinischen Namen der Pflanzen ergänzt, soweit sie uns bekannt sind. Bei Insekten, Pilzen und Vögel kennen wir uns leider nicht so gut aus.

Über Hinweise würden wir uns aber freuen.


Foto: AE/VR

Zeile 1:

1. Karpaten-Glockenblume (Campanula carpatica); 2. Alpen-Aster; 3. Echtes Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea); 4. Siebenbürgen-Telekia (Telekia speciosa)

Zeile 2:

1. Nadelblatt-Nelke (Dianthus spiculifolius), kommt nur in den Karpaten vor; 2. Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea), eine Orchidee; 3. Karpaten-Kranzenzian (Gentianella lutescens); 4. Wildes Stiefmütterchen (Viola tricolor)

Zeile 3:

1. vermutlich Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata); 2. Wegwarte (Cichorium intybus). Die Wegwarte kommt auch bei uns vor. Sie wird als Arznei verwendet, die geröstete Wurzel diente als Kaffeeersatz und wird als Salatpflanze kultiviert. Radicchio und Chicoree sind aus der Wegwarte gezüchtet.

Zeile 4:

1. Rose; 2. Hoher Rittersporn (Delphinium elatum);

 



Foto: VR

Rote Schwarzwurzel (Scorzonera purpurea rosea)



Foto: VR

Große Sterndolde (Astrantia major subsp. major)



Foto: VR

vermutlich Quendel-Sommerwurz (Orobanche alba)



Foto: AE

Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium)


Foto: VR

Trollpflanze (Trollius euopaeus)


Foto: VR



Foto: VR

Karpaten-Glockenblume (campanula carpatica)



Foto: VR

Königstein-Nelke (Dianthus callizonus): Diese farbenfrohe Blüte ist nicht so leicht finden. Die Königstein-Nelke kommt nur im Königstein-Gebirge vor, und dort auch nur an einem Standort: im Sattel zwischen Großem und Kleinem Königstein und dessen Umgebung. Sie blüht im Juni/Juli und öffnet ihre Blüte nur bei Sonnenschein. Bei bedecktem Himmel sind nur die grünlichen Unterseiten der Kronblätter zu sehen. Oben rechts: Alpen-Edelweiß



Foto: AE

Vermutlich Rosenkäfer



Foto: VR

spanischer Mauerpfeffer (Sedum hispanicum)



Foto: AE/VR



Foto: VR

Rhododendron-Teppich im Bucegi-Gebirge:

Obere Zeile: 1. Goldrand-Fingerkraut (Potentilla ternata); 2. Frühlings-Enzian (Gentiana verna); 3. Silberwurz (Dryas octopetala)

Untere Zeile: 1. Alpen-Glockenblume (Campanula alpina); 2. Siebenbürgen-Alpenrose (Rhododendron myrtifolium); 3. Stiefmütterchen



Foto: VR

Ein Suchbild: Auf dieser Königskerze haben sich 5 Insekten oder andere Tierchen versteckt. Wer findet sie?



Foto: VR

Fiederschnittige Blauflockenblume (Cyanus pinnatifidus), wächst ausschließlich in den rumänischen Karpaten


Foto: VR

Rispen-Steinbrech (Saxifraga paniculata)



Foto: VR



Foto: VR

kugelige Teufelskralle (Phyteuma orbiculare), wird auch als Kugel-Rapunzel bezeichnet


Foto: VR

Rosa Kugelorchis (Traunsteinera globosa); eine Orchidee



Foto: VR

An alle Insektenkenner: Was ist das für ein Insekt? Es hat auffallend kurze Flügel und ist daher vermutlich fluguntauglich.



Foto: AE/VR

1.Zeile:

3 . Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum); 4. Hügel-Klee (Trifolium alpestre)

2. Zeile:

1. Rotes Kohlröschen, (Nigritella miniata); eine Orchidee; 3. Acker-Gauchheil (Anagallis arvensis) sehr giftig, wird in Indien zum Fischfang genutzt, indem die Fische mit dem Gift betäubt werden. 4. Widderchen (oder Blutströpfchen) eigentlich ein Nachtfalter, ist aber am Tag aktiv

3. Zeile: 1. Frosch; 2. Türkenbund-Lilie (Lilium martagon) wurde lange für zauberkräftig gehalten und als Liebeszaubermittel, gegen Dämonen, gegen Besessenheit sowie bei zahnenden Kindern eingesetzt.

4. Zeile:

1. Orangerotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum); 2. Erdbeere; 3. großes Bild: nicht bekannt.


 

Foto: AE



Literatur: Wildpflanzen Siebenbürgens; Elise Speta und Lászó Rákozy, 2010; Plöchl Druck GmbH, Freistadt/Österreich

E-Mail: an.em@t-online.de

Bildnachweiß: AE: Anne Emmrich, VR: Volkmar Rowinsky